Spucke weg

Wer Nazis anspuckt,
fällt auch deutsche Eichen.
Manchen Karrieren
müssen Menschen weichen.

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Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Wien

Rainhard Fendrich, Trackshittaz, Michael Jeannée und Motorenimitator, Andreas Gabalier…
Historische Massenchoreographien wie in London: Ein getanzter Heldenplatz 1938. Ein Kurt Waldheim Imitator, der auf einem Pferd auf den Platz geritten kommt. Das Pferd ist ein Nazi. 50.000 Menschen im Stadion bilden Liechtensteiner Kontoauszüge von Karl-Heinz Grasser (Bundeskanzler) nach.
Niki Lauda entzündet das Olympische Feuer. Sido entlässt eine Friedenstaube in den Wiener Nachthimmel. Zwei Stunden André Heller Kristall-Licht-Europa-Esoterik-Klang-Akrobatik.
Bundespräsidentin Barbara Rosenkranz eröffnet die Olympischen Spiele 2028. Manche beurteilen das kritisch.

Emanzipatorische Xenophobie

Ist man derzeit in Wien-Leopoldstadt unterwegs, begegnen einem, insbesondere in der Nähe des Pratersterns, viele dubiose Gestalten in Dirndln und Lederhosen. Da der öffentliche Raum in Wien ohnehin zunehmend zur kommerziellen Veranstaltungszone verkommt, könnte man der Einfachheit halber TürsteherInnen an den Stadteinfahrten aufstellen, deren Auftrag es ist, auf Kleidungsebene urbane Mindeststandards durchzusetzen. So wie sich BesucherInnen von Nobeldiscos, die selbige in Jeans und Turnschuhen aufsuchen, ein „Du kommst hier nicht rein!“ anhören müssen, sollten sich TrachtenträgerInnen an ein freundliches aber bestimmtes „Trachten müssen draußen bleiben“ gewöhnen. Wer sich wie ein nationalsozialistischer Bauer anziehen möchte, soll das in Oberösterreich, Tirol oder Kärnten tun.

Viennese hate

WienerInnen im Ausland sind kein schöner Anblick. Das betrifft nicht nur die optische, sondern vor allem die akustische Ebene. Weit von Österreich entfernt, schnappt man so unerwartet wie unverhofft Vokabeln Wiener Menschenverachtung auf. „Gsindl“ schallt es durch die Halle eines amerikanischen Flughafens, „Oarschwoarme“ ist aus unbekannter Quelle auf dem Markt einer italienischen Kleinstadt zu vernehmen. Wiener Hässlichkeit hasst auch im Urlaub.

Die Straße der Menschenrechte

Links und rechts von großen Parkplätzen umgeben, liegt die Straße der Menschenrechte im dünn besiedelten Kagran. Es ist eine unwirtlichen Gegend, ein Nicht-Ort. Niemand wohnt an der Straße der Menschenrechte, kein repräsentatives Gebäude weit und breit, das sich mit dieser Adresse schmücken möchte. Lediglich eine Schule, eine Eishalle und eine U-Bahn Station befinden sich jenseits der Parkplätze. Die Straße der Menschenrechte jedoch liegt abseits, versteckt hinter einigen Plakatwänden, die sie von der stark befahrenen Siebeckstraße trennen. Nur hunderte leere Autos lindern ihre weitgehende Einsamkeit.